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Oculus Quest bald mit PC link cable und Handtracking

Was bereits mit einem 3rd-Party Tool seit längerer Zeit möglich war, nämlich die Quest dank Software mit Steam zu verbinden wird bald offiziell.
Bisher benötigte man dafür z.B. ALVR (https://github.com/polygraphene/ALVR) und eine sehr schnelle WLAN verbindung mit mindestens 5Ghz. Das funktionierte mehr oder weniger gut. Die Oculus Quest bekommt nun ein offizielles Feature spendiert, das es erlaubt die Quest via USB-C cable mit dem PC zu verbinden und so die Quest wie die Rift S zu nutzen. Das bedeutet Zugriff auf den Oculus Store sowie auf Steam. Mit der neuen Lösung dürfte Oculus aber nicht nur für Freude sorgen, denn die Käufer der Rift S fühlen sich etwas im Regen stehen gelassen.

Handtracking wie Leap Motion

Für nächstes Jahr wurde auch noch Handtracking angekündigt – bisher nur für die Quest. Es ist nicht auszuschließen, dass es für die Rift S bald auch Handtracking geben wird. Darüber wurde allerdings auf der OC6 nichts weiter bekannt. Ersten Videos nach, geschieht das Handtracking durch die verbauten Kameras in der Quest. Ähnlich wie mit Leap Motion, werden hier die Hände getrackt und die Daten auf 3D Modelle übertragen. Es ist noch nicht klar, ob das Handtracking genauso gut funktioniert wie mit LeapMotion und ob damit die Controller obsolet werden.

Oculus Quest ist Facebooks „Baby“

Facebook hätte 2014 keinen guten Deal gemacht, als Oculus für 2 Milliarden US-Dollar geschluckt wurde, wenn jeder User einer Oculus Rift S auch einen HighEnd PC benötigen würde. Von Anfang an hat Facebook auf den breiten Markt geschaut und dabei den „Enthusiast VR-Gamer“ etwas aus dem Auge verloren. Der PC Enthusiast wurde mehr oder weniger mit einem Lenovo VR Modell abgespeist (die Rift S wird von Lenovo hergestellt). Für FB ist der Bereich Mobile von Bedeutung und Nutzen. Wie sonst wollte man weltweit millionen von Spielern miteinander verbinden? Das autarke System Oculus Quest ist der erste Schritt in ein neues Zeitalter der virtuellen Realität. Konkurrenz gibt es bereits von HTC. Die VIVE COSMOS steht in den Startlöchern. Allerdings ist abzuwarten ob HTC mithalten kann. Zumindest bietet die COSMOS von anfang an 90hz, während die Oculus Quest nur mit 60hz arbeitet. Allerdings ließ John Carmack auf der diesjährigen OC6 bereits verlauten, dass die Quest theoretisch auch mit 90hz arbeiten kann, dies allerdings von der FCC nicht erlaubt sei. Die schnellere Bildwiederholfrequenz sorgt dafür, dass Bewegungen der Realität näher kommen. Als die erste Oculus Rift CV herauskam, wurde immer betont, wie wichtig mindestens 90hz für VR sei. Die Rift S hat nur noch 80hz. Das neuste Modell von Valve, die Valve Index kommt sogar mit einem 120hz Mode und einem 90hz Mode.

Mit der Schnittstelle zum PC öffnet Facebook nun auch denjenigen Usern mit High-End PC die Möglichkeit, die Oculus Quest am PC zu nutzen. Damit wird die Quest zum Hybrid – für Unterwegs, als auch für den heimischen PC.